Reis gehört zu einer ausgewogenen Ernährung. Doch neben vielen gesunden Inhaltsstoffen enthalten die Körner auch immer Spuren von Arsen. Ökotest hat nun einige Reissorten getestet. Das Fazit ist ernüchternd.
Arsen ist ein natürlicher Bestandteil der Erde. Doch zu viel von dem chemischen Element ist gesundheitsschädigend. Das weiß man nicht erst seit dem Schwarzweiß-Klassiker "Arsen und Spitzenhäubchen". Der Giftstoff gilt bereits in relativ geringen Mengen als krebserregend und Gefäß-schädigend.
Das Verbrauchermagazin "Ökotest" hat nun 21 verschiedene Reissorten auf ihren Arsengehalt untersucht und dabei eine erschreckende Bilanz gezogen: In allen getesteten Reissorten konnten Spuren des Stoffes nachgewiesen werden. Immerhin war die Menge an Arsen bei vier Sorten so gering, dass sie ein "sehr gut" bekamen. Doch zwei Marken wurden mit einem "ungenügend" gekennzeichnet und fielen im Test durch.
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Alle 21 Reissorten wiesen laut Testergebnis Arsen auf
Insgesamt wurden je sieben verschiedene Sorten Parboiled-Langkornreis, Basmati und Vollkornreis untersucht. Dabei war keine der getesteten Sorten komplett frei von Arsen. "Wir haben in allen 21 Produkten Arsen gefunden, krebserregendes Arsen", erklärte Kerstin Scheidecker von "Stiftung Öko-Test". Bei vielen Produkten sei Arsen zwar nur in kleinen Spuren nachgewiesen worden, aber in einigen anderen war der Gehalt umso höher. Das Ergebnis sei "beunruhigend", wird die Sprecherin auf "mdr.de" zitiert.
Basmatireis grundsätzlich weniger mit Arsen belastet
Arsen lagert in den Gesteinsschichten und gelangt über das Grundwasser in unsere Nahrung. Gerade beim Reis kann der Arsengehalt besonders hoch sein, weil er auf Wasserfeldern angebaut wird und so über die Wurzeln viel Arsen aufnehmen kann.
Eine Ausnahme bildet der Basmatireis: Er weist grundsätzlich einen geringeren Arsengehalt als andere Reissorten auf, da es sich hier um geschälten Reis handelt. In der Schale stecken aber die meisten Schadstoffe – ebenso wie die gesunden Vitamine und Mineralien. Vollkornreis ist daher sehr gesund, aber zugleich auch deutlich anfälliger für Schadstoffe. Dass in Parboiled-Reis ein höherer Gehalt an Arsen vorkommt, hat möglicherweise mit seiner Zubereitung zu tun, wie das Magazin schreibt: Durch den hohen Druck, der während der Produktion auf den Reis ausgeübt wird, können mehr Giftstoffe wie Arsen ins Innere des Reiskorns gelangen.
Neben Arsen auch giftige Mineralöle und Cadmium im Reis
Die Tester fanden bei ihren Untersuchungen aber nicht nur Spuren von giftigem Arsen. Auch Mineralöl sei ein Problem im Reis, schreiben sie auf ihrer Seite. Bei zwei der Basmatireis-Sorten konnten sie sogar aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachweisen, die als krebserregende Verbindungen gelten. Erhöhte Mengen an Cadmium seien ebenfalls in zwei Produkten festgestellt worden. Das giftige Schwermetall kann in höheren Dosen zu schweren Nierenschäden führen. Außerdem sei er ebenfalls als krebserzeugend eingestuft, heißt es weiter.
Was kann man nun dagegen tun?
Reis ist für rund die Hälfte der Weltbevölkerung ein essenziell wichtiges Grundnahrungsmittel. Die Forscher von "Öko-Test" raten nun allerdings, dass der Verzehr von Parboiled- und Vollkornreis nur in Maßen geschehen sollte. Darüber hinaus müsse Reis vor dem Kochen immer gründlich gewaschen und mit viel Wasser gekocht werden. Damit könne der Schadstoffgehalt etwas reduziert werden.
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August 17, 2020 at 07:34AM
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Reis
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